Green Recruiting in der Baubranche

Green Recruiting ist längst kein Trend mehr, der nur Tech-Startups oder Konsumgüterhersteller betrifft.
Auch in der Bau- und Immobilienwirtschaft entscheiden Kandidaten heute zunehmend danach, wie ein potenzieller Arbeitgeber mit Nachhaltigkeit umgeht.
Das klingt zunächst überraschend. Schließlich ist die Baubranche keine Branche, die für grüne Außendarstellung bekannt ist.
Genau darin liegt jedoch die Chance.
Wir bei ARTES sehen in unseren wöchentlichen Gesprächen mit Fach- und Führungskräften aus der Branche, wie stark sich die Erwartungen an Arbeitgeber in den letzten 2 bis 3 Jahren doch verändert haben.
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Was Green Recruiting konkret bedeutet
Green Recruiting beschreibt den gesamten Ansatz, mit dem ein Unternehmen Nachhaltigkeit in seinen Recruiting-Prozess und seine Arbeitgebermarke integriert — von der Stellenanzeige bis zur Einarbeitung.
Das umfasst 2 Dimensionen:
Erstens, wie Sie rekrutieren.
Papierlose Bewerbungsprozesse, digitale Interviews statt unnötiger Anreisen. Bahn statt Flugzeug.
Zweitens, und das ist der entscheidendere Hebel: Wie Sie als Arbeitgeber wahrgenommen werden.
Kandidaten fragen sich zunehmend: Passt dieses Unternehmen zu meinen Werten? Arbeite ich hier an Projekten, auf die ich stolz sein kann?
Für Bau- und Immobilienunternehmen ist Dimension 2 die strategisch relevantere.
Denn wer ESG-Ziele verfolgt, energieeffizient baut oder in zertifizierte Nachhaltigkeit investiert, hat hier bereits mehr vorzuweisen, als er in der Regel nach außen kommuniziert.
Warum die Baubranche einen strukturellen Vorteil hat. Und ihn nur noch nutzen muss:
Die Bau- und Immobilienwirtschaft steckt mitten im Wandel.
Energetische Sanierung, Nachhaltigkeitszertifikate wie LEED oder DGNB, ESG-konforme Portfolios sind längst keine Randthemen mehr.
Viele Unternehmen übersehen dabei, dass sie bereits viel tun, aber nicht darüber sprechen.
Nehmen Sie ein Unternehmen, das seit Jahren nachhaltigen Wohnungsbau betreibt oder in seiner Projektsteuerung konsequent auf Ressourceneffizienz setzt.
Intern ist das selbstverständlich.
In der Stellenanzeige steht davon nichts.
Hier liest man nach wie vor: „Wir suchen eine/n erfahrene/n Bauleiter/in (m/w/d).“
Kandidaten, denen diese Themen wichtig sind, entscheiden sich im Zweifel für ein Unternehmen, das dieselbe Position ausschreibt und dabei erklärt, wofür die Arbeit steht.
Die Wirkung einer klaren Außenkommunikation wirkt gleich doppelt positiv. Mehr dazu gleich.
Wenn Sie wissen möchten, welche Kandidaten in der Bau- und Immobilienbranche aktuell auf der Suche sind und welche Werte ihnen besonders wichtig sind, lohnt sich ein Blick in unseren Talent-Pool — dort listen wir anonym und mit Einverständnis Fach- und Führungskräfte, die offen für neue Möglichkeiten sind.
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Die Kandidaten, um die es beim Green Recruiting geht
Green Recruiting wird oft mit jungen Berufseinsteigern in Verbindung gebracht.
Ja, für die Generation Z ist Nachhaltigkeit ein klares Entscheidungskriterium. Laut einer Studie von Deloitte würden 49 Prozent der befragten Gen-Z-Mitarbeitenden eine Stelle ablehnen, wenn der Arbeitgeber nicht ihren ethischen Standards entspricht (Quelle).
Doch auch erfahrene Fachkräfte — Bauleiter mit 15 Jahren Praxiserfahrung, kaufmännische Assetmanager, technische Projektleiter — treffen Karriereentscheidungen zunehmend nach dem Sinnkriterium.
Wer als Unternehmen C-Level-Positionen oder spezialisierte Führungsfunktionen besetzen will, trifft auf Kandidaten, die nicht nur über das Gehalt verhandeln, sondern auch wissen wollen: Was bauen wir hier eigentlich auf?
Das ist der 2. entscheidende Punkt.
Wer kommuniziert, für was das Unternehmen steht, muss zwingend spezifischer werden, als:
„Wir suchen eine/n erfahrene/n Bauleiter/in (m/w/d). Sie sind zuverlässig, motiviert und arbeiten gerne im Team? Sie haben über 5 Jahre Berufserfahrung und umfassende Erfahrungen mit gewerblichen Projekten sammeln können? Dann würden wir Sie gerne kennenlernen. Schicken Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen bitte an info@……“
Aussagekräftige Bewerbungsunterlagen können nur eingehen, wenn die Ausschreibung selbst aussagekräftig ist.
Per Definition muss dazu eine Aussage getroffen werden. Idealerweise eine, die dem Bewerber sagt, welche Chancen er erhält, wenn er hier arbeitet.
Für was steht das Unternehmen?
Wie sieht der Arbeitsalltag aus?
Was Green Recruiting in der Praxis verändert
Wir haben bei ARTES in den vergangenen Monaten beobachtet, wie Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeits-Positionierung aktiv in die Kandidatenansprache integrieren, kürzere Time-to-Hire und höhere Gesprächs-Bereitschaft erleben.
Die Nachhaltigkeit an sich ist dabei nicht immer ausschlaggebend.
Ausschlaggebend ist, dass konkrete, sinnstiftende Inhalte in einer Stellenanzeige Kandidaten neugierig machen — und Neugier ist der erste Schritt zur Bewerbung.
Alles, was nicht klingt, wie das, was alle anderen Firmen anbieten, ist ein Vorteil.
Denn wer jemanden sucht, der aus der Masse verfügbarer Talente hervorsticht, tut sich leichter, wenn er selbst wahrnehmbar anders ist, als andere im Markt.
Ein wesentlicher erster Schritt dabei ist immer die Frage, wer genau für eine entsprechende Stelle gesucht wird — und welche Werte diese Person mitbringen soll.
Die strategische Überlegung, ob Nachhaltigkeit zu Ihrem Wunschkandidaten passt, gehört damit in die Personalbedarfsplanung, lange bevor eine Anzeige geschaltet wird.
Green Recruiting als Wettbewerbsvorteil
In einer Branche, in der gute Kandidaten rar sind, entscheidet oft ein einziger Faktor darüber, ob jemand Ihre Anfrage beantwortet oder ignoriert.
Dieser Faktor ist nicht immer das Gehalt.
Häufig ist es das Bild, das ein Kandidat vom Unternehmen hat. Dieses Bild entsteht noch bevor das erste Gespräch stattfindet.
Wie kommuniziert das Unternehmen?
Was steht in der Stellenanzeige zwischen den Zeilen?
Gibt es öffentliche Projekte oder Referenzen, die zeigen, wofür das Unternehmen steht?
Unternehmen mit einer klaren Nachhaltigkeits-Positionierung geben Kandidaten eine Antwort auf diese Fragen.
Das erhöht die Chance, wahrgenommen zu werden.
Und es erhöht die Chance, Menschen mit den gleichen Werten anzuziehen.
Das wiederum ist ein großer Recruiting-Vorteil.
Bei ARTES helfen wir Unternehmen aus der Bau- und Immobilienwirtschaft nicht nur dabei, die richtigen Kandidaten zu finden — sondern auch die richtigen Argumente, um diese Kandidaten zu überzeugen.
Das schließt die Frage ein, wie Ihre Unternehmens-Positionierung auf dem Kandidatenmarkt heute wirkt.
Wenn Sie das einmal unverbindlich besprechen möchten, stehen wir Ihnen für ein erstes Gespräch zur Verfügung. Da wir komplett ergebnisoffen mit Ihnen sprechen, können Sie dabei nur gewinnen.






